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FAQ

Fragen & Antworten

Wissenswertes zu den Ausstellungen
Was sind die KÖRPERWELTEN?

Mit den KÖRPERWELTEN, international bekannt als BODY WORLDS: The Original Exhibition of Real Human Bodies, haben Dr. Gunther von Hagens und Dr. Angelina Whalley die ersten anatomischen Ausstellungen echter menschlicher Präparate einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die populär-wissenschaftliche Ausstellung veranschaulicht den Aufbau des Inneren des menschlichen Körpers und zeigt Struktur und Funktionsweise der verschiedenen Körpersysteme. Sie leistet damit nachweislich einen wichtigen Beitrag zur gesundheitlichen Aufklärung. Die ausge¬stellten Präparate wurden mit Hilfe des Verfahrens der Plastination haltbar gemacht, eine Konservierungsmethode, die der Mediziner und Wissenschaftler Dr. von Hagens 1977 erfunden hat.

Seit Beginn der Ausstellungsserie 1995 in Japan haben bis heute über 50 Millionen Besucher in 38 Ländern und über 150 Städten in Europa, Amerika, Asien, Ozeanien und Südafrika die weltweit erfolgreichste Sonderausstellung gesehen.

Was zeigen die KÖRPERWELTEN?

In jeder KÖRPERWELTEN Ausstellung sind echte menschliche Präparate zu sehen, darunter eine Vielzahl von Ganzkörperplastinaten sowie einzelne Organe, Organkonfigurationen und transparente Körperscheiben. Die faszinierenden Plastinate nehmen den Besucher mit auf eine spannende Entdeckungs­reise unter die Haut. Sie ermöglichen einen tiefen und umfassenden Einblick in die Anatomie und Physiologie des menschli­chen Körpers. Organfunktionen aber auch häufige Erkrankungen werden im Vergleich von gesun­den und erkrankten Organen in leicht verständlicher Weise erläutert und geben Aufschluss über die langfristi­gen Auswirkungen von Krankheiten und Suchtgewohnheiten wie Tabak- oder Alkoholkonsum oder etwa auch über die Mechanik künstlicher Knie- und Hüftgelenke.

Was wollen KÖRPERWELTEN bei den Besuchern bewirken?

Die KÖRPERWELTEN Ausstellungen möchten ein breites Publikum über das Innere und die Funktionen des menschlichen Körpers informieren sowie die Auswirkungen von Krankheiten und Störungen auf die Gesundheit und die eigene Lebensweise aufzuzeigen. Die Ausstellungen möchten das Inte¬resse an Anatomie und Physiologie wecken, das Wissen in diesen Bereichen nachhaltig erweitern und so die Menschen dazu inspirieren, bewusster und gesünder zu leben.

Wer sollte KÖRPERWELTEN besuchen?

Jeder, der erfahren möchte, was uns zu Menschen macht und was den menschlichen Körper in seiner Genialität und Ästhetik auszeichnet.

Warum empfiehlt es sich gerade auch für medizinische Laien, die Ausstellung zu sehen?

Menschen sind eher dazu bereit gesund zu leben, wenn sie verstehen, wie ihr Körper funktioniert und was ihn schädigt. Die KÖRPERWELTEN möchten dazu anregen, mehr Interesse für medizinische und artverwandte Wissenschaften zu entwickeln. Besucherinnen und Besucher werden über das Innere und die Funk¬ti¬onen des menschlichen Körpers informiert, über die Auswirkungen von Krankheiten und Störungen auf die Gesundheit und die eigene Lebensweise aufgezeigt. Das Wissen um die Beschaffenheit und Funktion des menschlichen Körpers sollte einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Ist die Ausstellung für Kinder geeignet?

Es gibt keine Altersbeschränkung für den Ausstellungsbesuch für Kinder und Jugendliche in Begleitung von Erziehungsberechtigten oder erziehungsbeauftragten Personen. Eltern und Lehrer sollten selbst entscheiden, ob die ihrer Obhut unterstellten Kinder und Jugendlichen ausreichend vorbereitet sind, die KÖRPERWELTEN zu besuchen. Informationsmaterial zur Vor- und Nachbereitung des Besuchs steht kostenfrei zum Download auf der Lehrer & Eltern Seite zur Verfügung.

Könnte man die menschliche Anatomie nicht auch aus Büchern oder an Modellen lernen?

Echte menschliche Präparate können einzelne Aspekte von Krankheiten und anatomische Details lebens­echt zeigen, was mit Modellen oder Büchern nicht möglich ist. Sie vermitteln außerdem, dass jeder Körper individuelle Merkmale hat, selbst im Inneren, vergleichbar mit der Einzigartigkeit eines Gesichts. Von echten Präparaten geht zudem eine sehr viel eindringlichere Faszination aus als von Kunststoffmodellen.

Warum werden die Plastinate in aktiven und lebensnahen Posen gezeigt?

Die Posen der Plastinate sind sorgfältig konzipiert und überdacht worden und verfolgen didaktische Zwecke. Jede dargestellte Pose demonstriert unterschiedliche anatomische Merkmale und Ausprägungen. So dienen die athletischen Posen beispielsweise der Darstellung des Muskelsystems beim Sport. Die Posen ermögli­chen es den Besuchern, das Plastinat besser in Bezug zum eigenen Körper zu bringen.

Was ist Plastination?

Die Plastination wurde 1977 von Dr. Gunther von Hagens, Mediziner und Wissenschaftler, während seiner Tätigkeit als Anatom an der Universität Heidelberg erfunden und seit dem kontinuierlich perfektioniert. Das Plastina­tionsverfahren ist eine bahnbrechende Konservierungsmethode, die es ermöglicht, den Verfall des toten Körpers zu stoppen und langfristig haltbare anatomische Präparate für die wissenschaftliche und medizini­sche Ausbildung herzustellen.
Im Plastinationsprozess werden einem Präparat sämtliche Körperflüssigkeiten und löslichen Fette entzogen. Im nächsten Schritt erfolgt die vakuum-forcierte Imprägnierung, bei der die Körperflüssigkeiten durch reak­tive Harze und Elastomere ersetzt werden. Anschließend erfolgt die Aushärtung mit Licht, Wärme oder bestimm­ten Gasen. So entstehen feste, geruchlose und dauerhaft haltbare Präparate. Hier gibt es weitere Informationen zur Technik der Plastination.

Woher kommen die gezeigten Präparate?

Alle anatomischen Präparate, die in den KÖRPERWELTEN gezeigt werden, sind echt. Sie stammen von Menschen, die zu Lebzeiten darüber verfügt haben, dass ihr Körper nach dem Ableben dauerhaft konserviert und in den Ausstellungen für die Ausbildung zukünftiger Generationen verwendet werden darf. Die KÖRPERWELTEN sind der Großzügigkeit und der Initiative dieser Körperspender zu verdan-ken.
Sämtliche Körper und die Mehrzahl der Präparate stammen von Körperspendern des Körperspende-programms, das vom Heidelberger Institut für Plastination verwaltet wird. Einzelne Organe, die Föten sowie spezielle Präparate, die ungewöhnliche Veränderungen darstellen, stammen aus alten anatomischen Sammlungen oder von morphologischen Instituten. Weitere Informationen unter Körperspende zur Plastination.

Erfahren wir etwas über die Identität der Plastinate oder woran die Personen gestorben sind?

Wie mit den Körperspendern verein¬bart, werden keine Angaben zu ihrer Identität und den Todesursachen gemacht. Bei den KÖRPERWELTEN Ausstellungen steht das Wunder des menschlichen Körpers im Mittelpunkt, nicht aber die persönlichen Informationen.

Das Körperspende-Programm zur Plastination

Essentielle Grundlage für die KÖRPERWELTEN Ausstellungen ist das Körperspendeprogramm zur Plastination und die Bereitschaft seiner registrierten Körperspender, ihren Körper nach ihrem Ableben für die Ausbildung von Ärzten und interessierten Laien zur Verfügung zu stellen. Das Heidelberger Institut für Plastination ist Träger dieses Körperspendeprogramms.
Alle Körperspen¬der werden vor ihrer Verfügung ausführlich aufgeklärt. Eine dafür eigens herausgegebene Bro¬schüre informiert über das Plastinationsverfahren, über das Institut selbst, darüber, wie man Körperspender wird, was mit dem Körper nach dem Tod beim Institut passiert und wofür die Plastinate verwendet werden. Weitere Informationen unter Körperspende zur Plastination.

Wurde die Ausstellung aus ethischer Sicht geprüft?

Vor der ersten Ausstellung in Nordamerika (2004) wurde von dem Museum California Science Center in Los Angeles eine unabhängige Ethik-Kommission aus angesehenen Theologen, Ethikern, Akademikern und Medizinern einberufen und mit der Prüfung der Ausstellung beauftragt, deren Bildungsgehalts und der ethischen Natur sowie des Körperspendeprogramms. 2017 wurden die Ergebnisse dieses ersten Gutachtens einer weiteren Expertenprüfung unterzogen. Die Ergebnisse dieser Gutachten stehen im Pressebereich zur Verfügung.
Dr. Gunther von Hagens wurde 2013 von der ASTC, der Association of Science Technology Centers, einer Vereinigung von 650 Wissenschaftsmuseen und Science Centern aus fast 50 Ländern für sein Lebenswerk und seinen herausragenden Beitrag zur Vermittlung von Wissenschaft an ein Laienpublikum ausgezeichnet.

Welche Materialien werden Lehrern und Eltern zur Verfügung gestellt?

Lehrerinnen und Lehrern steht Informationsmaterial zur Vor- und Nachbereitung ihres Schulklassenbesuchs zum Download zur Verfü­gung. Auch Eltern und alle Interessierten können dieses Material zur Vorbereitung ihres Besuchs nutzen. Das Informationsmaterial finden Sie als Downloads auf der Seite Lehrer & Eltern.
Die KÖRPERWELTEN bieten Lehrpersonen und Referendaren die Möglichkeit, die Ausstellung vorab kostenlos zu besichtigen, um sich vor dem Besuch mit ihren Schulklassen selbst ein Bild von der Ausstellung zu machen.

Gibt es auch Tiere in den KÖRPERWELTEN?

In den meisten Ausstellungen werden auch einige Plastinate oder Gefäßgestalten von zumeist kleineren Tieren, wie Hase oder Hahn gezeigt. 2010 schufen Dr. Gunther von Hagens und Dr. Angelina Whalley die Ausstellung KÖRPERWELTEN der Tiere, international bekannt als ANIMAL INSIDE OUT. Diese einzigartige Erlebnisschau widmet sich dem Innenleben der Tiere und ermöglicht den Blick unter die Haut der Riesen aus Steppe, Urwald und Ozean. Weltweit touren zwei Ausstellungen mit plastinierten Tieren. Weitere Informationen unter KÖRPERWELTEN der Tiere.

Gibt es eine Audio-Führung?

In den meisten Ausstellungen können Audio-Guides in verschiedenen Sprachen entliehen werden. Die Audio-Führung bereichert den Ausstellungsbesuch um eine weitere Dimension. Sie enthält gut verständliche Erklärungen, erstaunliche Zahlen, Fakten und weiterführende Informationen zu den Exponaten, die nach persönlichem Interesse abgerufen werden können. Die Führung ist für medizinische Laien konzipiert. Die gesamte Audio-Führung dauert ca. zwei Stunden.
Persönliche Führungen oder Gruppenführungen werden in einigen Ausstellungen angeboten. Informationen dazu erhalten Sie auf der jeweiligen Ausstellungsseite oder in der Ausstellung.

Wie lange kann man in der KÖRPERWELTEN Ausstellung bleiben?

Die Aufenthaltsdauer in der Ausstellung ist innerhalb der Öffnungszeiten unbegrenzt. Wir empfehlen, etwa zwei Stunden für den Besuch einzuplanen. Die Dauer hängt davon ab, wie lange Sie die einzelnen Präpa­rate betrachten und ob Sie alle verfügbaren Informationen lesen möchten. Durch eine Hörführung verlängert sich erfahrungsgemäß die in der Ausstellung verbrachte Zeit. Nach dem Verlassen der Ausstellung ist ein Wiedereintritt nicht möglich.

Ist Fotografieren in der Ausstellung erlaubt?

Für redaktionelle Foto- und Filmaufnahmen ist eine schriftliche Genehmigung erforderlich, die im Pressebüro der Ausstellung angefragt werden kann.
In den meisten Ausstellungen ist den Besuchern gestattet einige Erinnerungsfotos zu erstellen, für ausschließlich private, nicht kommerzielle Zwecke und ohne Blitz. Bitte informieren Sie sich vor Ort über die aktuelle Regelung. Andere Besucher dürfen durch das Fotografieren nicht gestört und deren Persönlichkeitsrechte nicht verletzt werden. (Urheberrechtsverletzungen können rechtliche Strafen nach sich ziehen.) Wir bitten um würdevollen Umgang mit den menschlichen Exponaten.

Wie erhalte ich Informationen rund um die KÖRPERWELTEN?

Alle wichtigen Informationen finden Sie auf unserer KÖRPERWELTEN Webseite. Sie können sich auch für den Newsletter der KÖRPERWELTEN eintragen und sich über Aktionen und Sonderveranstaltungen informieren. Besuchen Sie unsere Facebook-Seite und erfahren so Interessantes und Aktuelles über den menschlichen Körper und andere Themen aus Gesundheit, Ernährung und vielem mehr.

Wo werden die KÖRPERWELTEN demnächst zu sehen sein?

Zurzeit gibt es über 10 KÖRPERWELTEN Ausstellungen, die von über 50 Millionen Menschen in Europa, Amerika, Asien, Ozeanien und Südafrika gesehen wurden. Weitere KÖRPERWELTEN Ausstellungen sind in Planung. Wenn Sie wissen möchten, wo die Ausstellungen demnächst zu sehen sein werden, besuchen Sie die Ausstellungsorte. Dort finden Sie einen Überblick über die aktuellen und zukünftigen Ausstellungsorte der KÖRPERWELTEN.

Wie unterscheiden sich die verschiedenen Ausstellungen, die derzeit gezeigt werden?

Alle KÖRPERWELTEN Ausstellungen widmen sich der Anatomie des Menschen, seinen Organfunktionen sowie Fragen rund um das Thema Gesundheit. Die als Wanderausstellungen konzipierten KÖRPERWELTEN Ausstellungen wurden in den letzten Jahren neu inszeniert und mit zusätzlichen Themenschwerpunkten bereichert: Eine Herzenssache widmet sich besonders dem Herz-Kreislaufsystem, der Zyklus des Lebens/i> befasst sich mit der menschlichen Entwicklung und Alterung und Am Puls der Zeit/i> demonstriert die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen für Körper und Geist im 21. Jahrhundert. Für die Dauerausstellungen wurden spezielle Sonderthemen ausgearbeitet; Anatomie des Glücks/i> in Heidelberg oder die Facetten des Lebens/i> in Berlin. Alle Ausstellungen werden kontinuierlich aktualisiert und bieten mit einer Vielzahl beeindruckender Plastinate jedem Besucher, auch den KÖRPERWELTEN Kennern, ein faszinierendes Ausstellungserlebnis. Dauerhafte Ausstellungen gibt es in Berlin, Heidelberg und Amsterdam.
In allen Ausstellungen sind generell unterschiedliche Plastinate zu sehen, dies ist vor allem bei den Ganzkörperplastinaten offensichtlich, die in Pose und Darstellung verschieden und individu¬ell sind.

Sind Hunde in der Ausstellung erlaubt?

Es ist nicht gestattet Hunde oder andere Tiere in die Ausstellung mitzunehmen. Ausnahme können nach vorheriger Ankündigung des Besuchs bei der Ausstellungleitung ausschließlich für Blinden- oder Assistenzhunde gemacht werden.