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Stimmen der Anteilnahme

"Er hat dafür gesorgt, dass der Körper nicht nur den Medizinern vorbehalten ist. Dank Ihm wurde es möglich, dass der „normale“ Bürger den Körper verstehen konnte und wie Krankheiten aussehen und der Körper funktioniert. Er hat dargestellt was die Natur für ein Wunderwerk erschaffen hat.
Ich verneige mich deshalb vor seine medizinische Leistung. Vor Ihm als Anatom und als Mensch. Für mich einer der bedeuteten Ärzte der 20 Jahrhunderts."
Alena S.

"Gunther war ein großartiger Mensch, ich habe ihm viel zu verdanken. Man konnte eine Menge von ihm lernen: Zielstrebigkeit, Unerschüttlichkeit, Mut." Thomas K.

"Mit seinem Tod verliert die Welt einen außergewöhnlichen Visionär, dessen Lebenswerk die Medizin, die Wissenschaft und das Verständnis des menschlichen Körpers nachhaltig geprägt hat. Mit seiner einzigartigen Fähigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit verständlich und eindrucksvoll zu vermitteln, hat er Generationen von Menschen inspiriert und einen unschätzbaren Beitrag zur medizinischen Bildung und Forschung geleistet. Sein Wirken wird weit über seine Lebenszeit hinaus Bestand haben." .Stefan S. .

"Mich bewegt der Gedanke, dass Gunther etwas scheinbar Unmögliches gelungen ist: Er hat dem Tod eine Sprache des Lebens gegeben." Beate und Norbert B.

" Gunther von Hagens mit seiner Plastinationskunst hat mir geholfen, mich mit meiner grössten Angst – der Vergänglichkeit – liebevoll auseinanderzusetzen und meinen eigenen Körper mit ganz anderen Augen zu sehen. Seine Körperwelten ziehen mich magisch in ihren Bann und motivieren mich zu einem bewussteren, gesünderen und verantwortungsvolleren Leben. Er machte aus der wissenschaftlichen Disziplin Anatomie eine faszinierende Kunst und zeigte mir dadurch, dass alles möglich ist und dass nur wir selber die Grenzen im Fachbereich unverrückbar machen. Diese Erkenntnis inspiriert meine Arbeit, sensibilisiert meine Wahrnehmung und erweitert meine Denkweise. Dafür bin ich zutiefst dankbar." Angelina S.

"Sein Wirken wird der Menschheit einen unermesslichen Reichtum hinterlassen." Pia F.

"Zum Tode des von uns sehr geschätzten und geachtetten Menschen, Dr. Gunther von Hagens: Die gezeigten Arbeiten was er und sein Team ins Leben gerufen hat, ist weltweit mehr als ein Meisterwerk. Trotz des großen Widerstand wurde er nie von seinem wissenschaftlichen Vorhaben abgehalten. Auch mit seiner langen Krankheit konnte er sich nicht abhalten lassen, immer wieder top Leistungen mit seinem Team zu erreichen." Familie T.

"Gunther hat mit so unglaublicher Leidenschaft seine Ziele verfolgt, sich keiner Debatte entzogen und dank seines beeindruckenden Gedächtnisses, seiner fundamentalen und breiten Bildung und rhetorischen Finesse wirklich starke Streitgespräche geführt und manch einen seiner Kritiker vom aufklärerischen Konzept seiner Arbeit überzeugen können." Ines S.

PRESSEMITTEILUNG

 

Dr. Gunther von Hagens, Erfinder der Plastination & Schöpfer der KÖRPERWELTEN, ist verstorben.

 

Heidelberg, 27. Juli 2026 – Mit großer Trauer geben die Familie und das Institut für Plastination bekannt, dass Dr. Gunther von Hagens, Erfinder der Plastination und Schöpfer der KÖRPERWELTEN Ausstellungen, am 24. Juli 2026 im Alter von 81 Jahren verstorben ist.

Gunther von Hagens hat die Anatomie nachhaltig verändert. Mit der von ihm 1977 entwickelten Plastination eröffnete er der medizinischen Lehre, der Wissenschaft und der breiten Öffentlichkeit einen völlig neuen Blick auf den menschlichen Körper. Was zuvor vor allem dem Seziersaal und dem anatomischen Lehrbuch vorbehalten war, machte er für ein Laienpublikum unmittelbar erfahrbar: die Komplexität, Verletzlichkeit und Schönheit des menschlichen Körpers.

Mit den KÖRPERWELTEN schuf Gunther von Hagens gemeinsam mit seiner Ehefrau und Kuratorin, Dr. Angelina Whalley, eine der erfolgreichsten Ausstellungen weltweit. Seit ihrer ersten Präsentation haben mehr als 58 Millionen Menschen die Ausstellungen besucht. Sie machten Anatomie öffentlich zugänglich, regten zur Auseinandersetzung mit Gesundheit, Krankheit, Lebensführung und Sterblichkeit an und veränderten die Art und Weise, wie Menschen über ihren eigenen Körper nachdenken.

„Gunther wollte den Menschen den Blick unter die Haut ermöglichen – nicht aus Sensationslust, sondern aus der tiefen Überzeugung heraus, dass Wissen über den eigenen Körper zu einem bewussteren, gesünderen und verantwortungsvolleren Leben beitragen kann“, erklärt Angelina Whalley. „Sein Werk war wissenschaftlich, aufklärerisch und zutiefst humanistisch. Er hat Millionen Menschen dazu gebracht, den eigenen Körper mit anderen Augen zu sehen.“ Auch sein Sohn Rurik von Hagens würdigt das Lebenswerk seines Vaters: „Mein Vater war ein Mensch, der nie akzeptierte, dass Grenzen unverrückbar sind. Er hat Anatomie aus dem geschlossenen Raum der Fachwelt in die Mitte der Gesellschaft gebracht. Sein Mut, seine Beharrlichkeit und seine unerschütterliche Überzeugung, dass Aufklärung den Menschen dient, werden uns weiterhin leiten.“

Gunther von Hagens war Pionier, Forscher, Erfinder und Gestalter. Sein Lebenswerk verband wissenschaftliche Präzision mit handwerklicher Beharrlichkeit, künstlerischem Ausdruck und einem starken Bildungsanspruch. Er war ein unkonventioneller, streitbarer Denker, der heftige Debatten auslöste, Widerstände überwand und die Anatomie als Begegnung mit dem Leben verstand.

Ein zentraler Bestandteil seines Werkes war stets die Körperspende. Die in den KÖRPERWELTEN gezeigten menschlichen Präparate stammen von Menschen, die zu Lebzeiten verfügt haben, ihren Körper nach dem Tod für Plastination, Wissenschaft und anatomische Aufklärung zur Verfügung zu stellen. Ihnen galt Gunther von Hagens’ besondere Dankbarkeit. In ihrer Entscheidung sah er einen außergewöhnlichen Beitrag zu Bildung, Wissenschaft und öffentlicher Aufklärung.
Es war Gunther von Hagens’ eigener Wunsch, auch seinen Körper nach dem Tod der Plastination zur Verfügung zu stellen. Seine Angehörigen werden diesen Wunsch respektieren und ausführen.

Trotz schwerer Krankheit blieb Gunther von Hagens seinem Lebenswerk eng verbunden. Die von ihm entwickelte Plastination, das Institut für Plastination, das PLASTINARIUM und die KÖRPERWELTEN Ausstellungen werden sein Vermächtnis weitertragen. Besonders sichtbar lebt sein wissenschaftliches und handwerkliches Erbe in Guben fort. Dort entstehen im PLASTINARIUM anatomische Präparate, die weltweit in Universitäten, medizinischen Hochschulen und Bildungseinrichtungen für die Ausbildung von Medizinerinnen und Medizinern sowie anderer Gesundheitsberufe eingesetzt werden.

Die Plastination selbst wird heute an zahlreichen Universitäten, medizinischen Hochschulen und Bildungseinrichtungen auf der ganzen Welt genutzt. Damit wirkt die Mission, die Gunther von Hagens vor nahezu fünf Jahrzehnten begann, weit über die KÖRPERWELTEN hinaus weiter: Anatomie dauerhaft zu bewahren, sichtbar zu machen und für Wissenschaft, Lehre und öffentliche Aufklärung zugänglich zu machen.

Die Familie bittet darum, in dieser Zeit der Trauer ihre Privatsphäre zu respektieren.

Über Dr. Gunther von Hagens
Dr. Gunther von Hagens wurde am 10. Januar 1945 in Alt-Skalden, im heutigen Polen, geboren und wuchs in der DDR auf. Nach einem Fluchtversuch wurde er inhaftiert und gelangte später in die Bundesrepublik Deutschland. Nach seinem Medizinstudium erfand er 1977 an der Universität Heidelberg die Plastination, ein Verfahren zur dauerhaften Konservierung biologischer Präparate. 1993 gründete er das Institut für Plastination in Heidelberg, 2006 folgte das PLASTINARIUM in Guben, das seit vielen Jahren die zentrale Laboreinrichtung für Plastination ist. Mit den KÖRPERWELTEN Ausstellungen machte er die Anatomie des Menschen einem weltweiten Publikum zugänglich.

Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
Christiane Casott
Telefon: +49 6221 3311-40
ifp@plastination.com

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