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Körperspende zur Plastination

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Die KörperspendeWie werde ich SpenderÜber unsDownloadsKontakt

Gunther von Hagens

Die Plastination
führt uns die Komplexität und Schönheit

des Körperinneren vor Augen,
ästhetisch und auf ewig erstarrt
zwischen Tod und Verwesung.“

Gunther von Hagens, Erfinder der Plastination und Schöpfer der KÖRPERWELTEN

 

Die Körperspende zur Plastination

Ein bedeutsamer Beitrag für die anatomische Lehre und die medizinische Aufklärung

Die Anatomie hat die Aufgabe, Kenntnisse über den Aufbau des menschlichen Körpers zu vermitteln. Sie ist auf Menschen angewiesen, die dazu bereit sind, ihren Körper nach dem Tod der medizinischen Ausbildung und der Forschung zur Verfügung zu stellen.

Der Arzt und Anatom Dr. Gunther von Hagens hat mit seiner bahnbrechenden Erfindung der Plastination die anatomische Lehre entscheidend verbessert und sie darüber hinaus mit den KÖREPRWELTEN-Ausstellungen einem breiten interessierten Laienpublikum zugänglich gemacht.

Wesentliche Grundlage dieser Arbeit ist ein spezielles Körperspendeprogramm, welches Gunther von Hagens bereits Anfang der 1980er Jahre an der Universität Heidelberg initiiert und 1993 in das Institut für Plastination (IfP) überführt hat. Das IfP ist bis zum heutigen Tag Träger dieses Körperspende-programms. Die Körperspender verfügen zu Lebzeiten schriftlich darüber, dass sie im Falle ihres Ablebens auf eine Bestattung verzichten und ihr Körper zum Zwecke der anatomischen Lehre, der Forschung und der medizinischen Aufklärung an das Institut für Plastination überführt werden soll.

Die Körperspende zur Plastination ist kein fester Vertrag, sondern eine Willensbekundung, die von beiden Seiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen widerrufen werden kann. Das Institut für Plastination hat keinen Rechtsanspruch auf den Erhalt des Körpers, und der/die Spenderin hat keinen Rechtsanspruch auf Annahme des Körpers. Für die Körperspender fallen weder Gebühren an, noch erhalten die Spender oder die Hinterbliebenen eine Entschädigung.

Wenn auch Sie Körperspender/in zur Plastination werden möchten, senden wir Ihnen gern alle erforderlichen Unterlagen zu. (Nutzen sie unser Kontaktformular).

Wie werde ich Körperspender zur Plastination?

1. Unterlagen anfordern

Wenn Sie Körperspender/in zur Plastination werden möchten, nehmen Sie bitte schriftlich oder telefonisch mit unserem Körperspendebüro Kontakt auf oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Institut für Plastination
Körperspendebüro
Im Bosseldorn 17
69126 Heidelberg
E-Mail: koerperspende@plastination.com
FAX: 06221-331145
Tel.: 06221-331150 – werktags zwischen 9:00 und 16:00 Uhr

Unser Büro nimmt Ihre Kontaktdaten auf und sendet Ihnen eine Informationsbroschüre sowie alle erforderlichen Unterlagen zu.

2. Registrieren lassen

Das Ihnen zugesandte Körperspende-Informationsset enthält Körperspende-Formulare, die sie bitte in zweifacher Ausfertigung ausfüllen und unterschreiben an uns zurücksenden.
Eines der ausgefertigten Verfügungsbögen erhalten Sie von uns als Bestätigung gegengezeichnet zurück. Zusätzlich erhalten Sie einen Körperspenderausweis, den Sie möglichst zusammen mit Ihren Ausweispapieren bei sich tragen sollten.
Sind Angehörige mit Ihrer Körperspende zur Plastination nicht einverstanden, sollten Ihre Unterschriften auf beiden ausgefertigten Verfügungsbögen notariell beglaubigt werden.
Die Körperspende zur Plastination ist kein fester Vertrag, sondern eine Willensbekundung, die von beiden Seiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen widerrufen werden kann.

3. Vollmachten erteilen

Dem Körperspende-Informationsset liegen auch zwei Vollmachten bei, die Sie bitte ebenfalls unterschreiben und zusammen mit den Verfügungsbögen an uns zurücksenden:

  • Die Vollmacht zur Überführung ermächtigt das IfP, den Leichnam an seine Laboreinrichtungen zu überführen. Innerhalb Deutschlands erfolgt die Überführung entweder mit dem institutseigenen Bodymobil oder einem Bestattungsunternehmen, dass das IfP auf seine Kosten beauftragt.

  • Die zweite Vollmacht ermächtigt das IfP – sofern Sie damit einverstanden sind – nach Ihrem Ableben Einsicht in Ihre Krankenunterlagen zu nehmen. Denn sowohl für das Konservierungsergebnis als auch für die Lehre und Forschung ist es unter Umständen hilfreich, wenn das IfP Kenntnis über Details bestandener Krankheiten hat und nach Ihrem Ableben Einsicht in Ihre Krankenakten nehmen kann.

  • 4. Was ist noch zu beachten?

    Stellen Sie zu Lebzeiten sicher, dass eine Person Ihres Vertrauens über Ihre Entscheidung, Körperspender zu werden, informiert ist. Diese Person kann beispielsweise ein Angehöriger, ein nahestehender Freund oder Ihr Hausarzt sein.
    Ihre Vertrauensperson sollte nach Ihrem Ableben

    • das Institut für Plastination schnellstmöglich benachrichtigen und
    • die für die Überführung erforderlichen Formalitäten veranlassen bzw. erledigen.

    Außerdem ist für den Sterbefall zu beachten, dass eine Überführung nur durchgeführt werden kann, wenn zuvor der eingetretene Tod entsprechend den gesetzlichen Vorschriften dokumentiert und beurkundet wurde. Welche Schritte die von Ihnen beauftragte Vertrauensperson dafür zu unternehmen hat und welche Dokumente beizubringen sind, ist hier ausführlich erläutert.
    Ihre Vertrauensperson muss nach Ihrem Ableben Zugang zu folgenden Dokumenten haben:
    • ein Exemplar oder eine beglaubigte Kopie Ihrer Geburtsurkunde,
    • ein Exemplar oder eine beglaubigte Kopie Ihrer Heirats- und/oder Scheidungsurkunde,
    • ggf. eine Vollmacht, die die beauftragte Person berechtigt, die Sterbeurkunde zu beantragen (dies ist nötig, wenn die beauftragte Person kein Familienangehöriger ist).
    Für den Fall, dass Sie weder einen Angehörigen noch eine Vertrauensperson haben, die für Sie eine Sterbeurkunde beim Standesamt beantragen kann, sind wir vom IfP bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Dazu müssen Sie uns per Vollmacht ermächtigen. Ein entsprechendes Formular können Sie im Bedarfsfall beim IfP anfordern. Außerdem sollten Sie dem IfP in diesem Falle bereits zu Lebzeiten eine beglaubigte Kopie Ihrer Geburtsurkunde sowie der Heirats- und/ oder Scheidungsurkunde zukommen lassen.

    Über uns

    Institut für Plastination (IfP)
    Ist ein privat geführtes Unternehmen, das Gunther von Hagens 1993 zur Fortführung seiner an der Universität Heidelberg entwickelten Technologie gegründet hat. Es ist der Träger des Körperspendeprogramms zur Plastination. Ziel des IfP war es stets, die Plastinationstechniken weiterzuentwickeln sowie die anatomische Lehre durch Herstellung qualitativ und didaktisch hochwertiger Präparate für den Unterricht an Universitäten und sonstigen anerkannten Lehreinrichtungen zu verbessern.
    Später organisierte das IfP auch die Ausstellung KÖRPERWELTEN. Die Konzeption und weltweite Koordination dieser Ausstellungen ist zwischenzeitlich unter der Leitung von Dr. Angelina Whalley zu einer der Hauptaufgaben des IfP geworden. Angelina Whalley ist die geschäftsführende Direktorin seit 1997.

    Angelina Whalley
    Dr. Angelina Whalley, Geschäftsführende Direktorin

    Gubener Plastinate GmbH
    Die Gubener Plastinate GmbH ist ebenfalls ein privat geführtes Unternehmen, das Gunther von Hagens im Jahr 2006 im brandenburgischen Guben gegründet hat und das eng mit dem Heidelberger Institut für Plastination kooperiert. Es ist das größte Plastinationszentrum weltweit. Gegenwärtig ist Guben der einzige Standort, an dem wir Plastinate routinemäßig herstellen. Deshalb wird ein Großteil der IfP-Körperspender von Heidelberg aus oder auch direkt nach Guben zur Plastination überführt.

    In der jüngeren Vergangenheit hat sich Gunther von Hagens angesichts seiner fortschreitenden Parkinsonerkrankung aus dem aktiven Geschäftsbereich zurückgezogen und die Geschäftsführung der Gubener Plastinate GmbH seinem Sohn, Rurik von Hagens, übertragen.

    Rurik von Hagens
    Rurik von Hagens, Kaufmännischer Leiter

    PLASTINARIUM
    In Guben gibt es zudem einen öffentlich zugänglichen Abschnitt, das PLASTINARIUM. Hier können interessierte Besucher den Mitarbeitern bei der anatomischen Präparation und Plastination über die Schultern schauen und die Entstehung der Plastinate verfolgen. Zudem verfügt das PLASTINARIUM über eine große Sammlung anatomischer Präparate sowie eine Lernwerkstatt, in der Studenten, Heilberufler und sonstige Interessierte ihr anatomisches Wissen an bereitgestellten Plastinaten, Modellen, Tafeln, Computern und Fachbüchern im Selbststudium vertiefen können. Selbst Studentengruppen aus dem Ausland, z.B. den USA, nutzen dieses Angebot zwischenzeitlich regelmäßig. Weitere Informationen über das PLASTINARIUM finden Sie unter http://www.plastinarium.de/index.html

    KÖRPERWELTEN
    KÖRPERWELTEN ist eine seit 1995 bestehende Wanderausstellung, die plastinierte anatomische Präparate in der Öffentlichkeit präsentiert. Sie ist ein Ort der Aufklärung – eine Ausstellung über das Leben, in der sich jeder interessierte Besucher einen authentischen Einblick in das Körperinnere verschaffen kann. Die Menschen schauen dabei in fremde Körper und entdecken darin den eigenen auf neue Weise. Für viele Besucher ist das eine berührende Erfahrung, die sie nachdenklich über das eigene Leben werden lässt. Die Ausstellung schärft daher den Sinn für die eigene Verletzlichkeit und die eigene Gesundheit. Nur was wir kennen, können wir wertschätzen und schützen. Mit Kunststoffmodellen ließe sich eine solche Erlebnistiefe niemals erreichen – wie auch in der Kunst keine Kopie das Original oder ein Naturbildband keine Wanderung durch die Natur ersetzen könnte. Weitere Informationen über die KÖRPERWELTEN finden Sie unter
    https://koerperwelten.de/.

    Wie finanzieren sich das IfP und die Gubener Plastinate GmbH?
    Das IfP und die Gubener Plastinate GmbH mit dem angegliederten PLASTINARIUM sind privatwirtschaftlich organisierte Forschungseinrichtungen, die keine öffentlichen Gelder oder Forschungszuschüsse erhalten. Sie finanzieren sich vor allem aus den Einnahmen der Ausstellung KÖRPERWELTEN sowie dem Verkauf von Präparaten an Universitäten und sonstigen Lehreinrichtungen. Ganz vereinzelt erhält das IfP auch Spenden aus dem Nachlass verstorbener Körperspender, wenn diese beispielsweise keine Angehörigen mehr haben.

    Verkauf von Präparaten
    Präparate menschlichen Ursprungs stellen wir allein für Lehr-, Forschungs- und Aufklärungszwecke her und geben sie ausschließlich an sogenannte „qualifizierte Nutzer“ ab, nicht jedoch an Privatpersonen. Unter qualifizierte Nutzer verstehen wir: Juristische oder natürliche Personen, die Plastinate menschlichen Ursprungs nur zum Zwecke der Forschung, Lehre oder der medizinischen, diagnostischen bzw. therapeutischen Berufsausübung verwenden wollen und dies nachweisen können. Dazu gehören Lehrinstitutionen wie Universitäten, Krankenhäuser, Schulen und Museen sowie praktische Ärzte, Hochschullehrer, Lehrbeauftragte und andere Personen, soweit sie mit der Ausführung entsprechender Forschungsvorhaben befasst sind.

    Downloads
    Broschüre
    Körperspende zur Plastination

    Die 43-seitige Broschüre enthält wichtige Informationen wenn Sie ihren Körper spenden möchten und was in diesem Fall mit Ihrem Körper nach dem Tod geschieht. Das Plastinationsverfahren wird erklärt, das in einer Jahrhunderte langen Tradition der Konservierung und Herstellung anatomischer Präparate steht. Auch ethisch–moralische Fragestellungen werden diskutiert.

    Merkblatt
    für Körperspender

    In diesem 8-seitigen Merkblatt finden Körperspender eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen.

    Leitfaden
    für Hinterbliebene

    Die wichtigsten Informationen für Hinterbliebene von Körperspendern in diesem 8-seitigen Leitfaden.

    Kontakt

    Formular coming soon

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