„TheBiggestLoser“ 2018 | Die letzte Frau im Finale

„Diese Sendung war wirklich die beste Erfahrung meines Lebens!“ Shirin Nikkhah-Shirazi hat während der Show erstaunliche 37 Kilo Körpergewicht verloren! Im Interview mit ihr erfahren wir, was sie motiviert hat und was sich durch den Gewichtsverlust alles in ihrem Leben verändert hat. Außerdem erzählt sie uns von ihrem Körperwelten Besuch und verrät uns, was sie am beeindruckendsten fande.


Hallo liebe Shirin, stell dich doch bitte einmal vor und berichte uns von deinen Erfahrungen bei The Biggest Loser 2018.

Mein Name ist Shirin Nikkhah-Shirazi. Gebürtig bin ich aus dem Iran, aufgewachsen in Berlin, ich bin 35 Jahre alt und lebe seit meinem Studium 2003 in Jena.

Ich war Kandidatin und letzte Frau im Finale der TV-Show TheBiggestLoser 2018 auf SAT1 und durfte durch die Sendung nicht nur mein Wunschgewicht erreichen, sondern habe auch die Liebe zum Sport, einer bewussteren Ernährung und einen gesünderen Lifestyle entdecken dürfen.

Hauptberuflich bin ich Zahnärztin und aufgrund eines größeren Knieunfalls im Jahre 2012 habe ich als begeisterte nebenberufliche Tanzlehrerin, Tänzerin und Zumba-Trainerin sehr stark an Gewicht zugenommen und kam über die vielen Jahre aus diesem Teufelskreis nicht mehr heraus. Sobald ich versucht habe mehr Sport zu treiben, bekam ich wieder chronische Schmerzen an Füßen und am Knie, sodass ich monatelang ausfiel und sobald ich mich wiederum nicht bewegt habe, nahm ich weiter an Gewicht zu.

Da ich schon immer ein sehr positiver und glücklicher Mensch war und nach wie vor bin, hatte ich mich spontan aus einer verzweifelten Laune heraus bei der TV-Sendung beworben und wurde tatsächlich aus fast 10.000 Bewerbern genommen und konnte mich bis ins Finale durchsetzen.

Die größte Motivation und die Geschichte hinter meiner Person war schon immer das Tanzen, sodass ich im großen Finale vor einem dreiviertel Jahr dann auch meinen größten Traum verwirklichen durfte und eine Samba in einem richtigen Tanzkleid performen durfte.

 

 

Wie hat sich dein Leben nach der TV-Show verändert? Welche Rolle spielen Sport und eine gesunde Ernährung in deinem Leben? 

Ich war vorher auch schon sportaffin, lebensfroh und glücklich und habe als Zumba-Instructor auch schon immer die Möglichkeit gehabt alle Kurse und Geräte im Fitnessstudio auszuprobieren….aber seit dem Knieunfall und der darauffolgenden OP und der weiteren Gewichtszunahme, konnte ich meinen Körper eben nicht mehr so bewegen, wie mein Kopf es wollte! Das Schlimmste für mich war, dass ich nicht mehr tanzen konnte und somit um meine größte Leidenschaft und Passion bangen musste.

Bei einer kleinen Körpergröße von 155cm wog ich dann zu Beginn der Sendung 95kg und im Finale dann 58k, was ich seither halte und mich besser denn je fühle.

Diese Sendung war wirklich die beste Erfahrung meines Lebens und ich konnte soviel lernen und für mich mitnehmen. Für meinen Alltag als Zahnärztin, aber auch als Hobbyköchin, Tanzlehrerin und begeisterte Sportlerin, die wieder alles machen kann und gar keine Probleme mehr mit Knien und Füßen hat.

Aufgrund meiner wieder entdeckten Liebe zur Bewegung und einer bewussteren und gesünderen Ernährung, spielt allgemein das Thema Gesundheit eine große Rolle in meinem Leben. Dessen bin ich mir aber erst jetzt bewusst geworden, da ich mich fitter, wohler und gesünder denn je fühle. Seither habe ich auch das Bedürfnis, meine lieben Mitmenschen, die mich nach wie vor tagtäglich um Rat und Hilfe bitten, ebenfalls zu motivieren auf ihre Gesundheit zu achten, unabhängig davon, ob sie Gewicht verlieren möchten oder einfach das Bewusstsein für einen gesündeneren Lifestyle haben möchten.

Ich durfte dank der BSA-Akademie auch meinen staatlich zertifizierten Ernährungstrainer-B-Lizenz machen und weite diese Fortbildung hinsichtlich Ernährungsverhalten bei Stoffwechselerkrankungen und dem Thema der Sporternährung weiter aus.

 

 

Wie war dein Besuch bei KÖRPERWELTEN und was denkst du nach diesem Besuch über die Ausstellung? Gab es ein Plastinat in der Ausstellung, welches dich besonders beeindruckt hat und falls ja, welches?  

Ehrlich gesagt gab es Vieles, das mich in der Ausstellung beeindruckt hat. Ich finde am beeindruckendsten, dass in der Körperwelten-Ausstellung gesunde und erkrankte Organe im direkten Vergleich ausgestellt werden und eine Erkrankung im Körper quasi „sichtbar“ gemacht wird. Ich finde die Atherosklerose, welche durch kleinste unscheinbare Ablagerungen die Adern verengt und die Folgen wie einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall, genauso unfassbar und zum Nachdenken anregend, wie eine kleine Krebszelle in einem Organ, die kaum auffällt und man sich kaum vorstellen kann, was dadurch im Körper ausgelöst werden kann.

Genauso faszinierend fand ich auch, dass viel Wert auf die Gesamt-Anatomie gelegt wird und man nicht nur innere Organe, Gelenke und die Muskulatur genau betrachten kann. Aber auch die Leuchtleinwände zum Thema Ernährung in der Welt im Vergleich und den Konsum verschiedener Lebensmittel unter verschiedenen Lebensumständen fande ich sehr interessant.

Was mich zum einen sehr berührt hat und bei dem Gedanken daran immernoch berührt, ist der detaillierte Verlauf einer Demenz- und Alzheimererkrankung, den man anhand eines Aufklärungsvideos bis ins Detail erläutert bekommt. Zum anderen aber auch die Bilder der Sonderausstellung „Die Grasbeißerbande“, bei der lebensverkürzt erkrankte Kinder aus einem Hospiz, zum Thema Tod und Sterben, Bilder mit Sprüchen gemalt und gebastelt haben. Bei einem Körperwelten-Besuch können die großen Leinwände der Sonderausstellung im Foyer betrachtet werden. Die Bilder und die Sprüche hatten einen großen Einfluss auf mich, und ich habe für mich mitgenommen, dass man dankbar sein sollte, sich mit seiner Gesundheit beschäftigen sollte und anderen Menschen, auf welche Art und Weise auch immer, helfen sollte solange man die Möglichkeit hat!

 

 

Würdest du die Ausstellung weiterempfehlen? Falls ja, warum?  

Mir ist es besonders wichtig, meinen lieben Mitmenschen etwas von meiner Erfahrung während und nach der TV-Sendung „The Biggest Loser“ und dem komplexen Thema Gesundheit mitzugeben. Ich ziehe einige Parallelen vom Ausstellungskonzept von Körperwelten und meinen Zielen. Die Ausstellung hat meiner Meinung nach genau dasselbe Ziel, welches ich verfolge, nämlich Menschen aufzuklären und im besten Falle dazu zu motivieren und zu inspirieren sich mehr mit dem Thema Gesundheit zu befassen.

Körperwelten hat dazu in meinen Augen eine eigene sehr anschauliche Art und Weise, um die Menschen auf dieses Thema aufmerksam zu machen und sie in gewissen Bereichen zu sensibilisieren, insbesondere wenn es um die Anatomie, Physiologie, vielerlei Krankheiten und der allgemeinen Gesundheit geht. Besonders spannend und informativ finde ich, dass man sich über viele Vorgänge im Körper und Erkrankungen, welche aufgrund von Übergewicht, falscher Ernährung und wenig Bewegung etc. einhergehen können, informieren kann.

Mit Theorien rund um das Thema Gesundheit wird man täglich überhäuft. Auch ich durfte bereist im Studium die Theorie dazu lernen, die Umsetzung und die Anwendung der theoretischen Kenntnisse habe ich jedoch erst dank The Biggest Loser lernen dürfen und ich finde, dass durch Körperwelten auf sehr innovative und einfach Weise anschaulich gemacht wird, wie wichtig es ist, sich mit dem Körper zu befassen und ihn zu verstehen, das eines meiner Lieblingszitate es auf den Punkt bringt: „Gesundheit ist Alles, denn ohne Gesundheit ist Alles Nichts.“

[Arthur Schopenhauer]