Entwicklung

Heute

Das Experten-Team im Plastinationszentrum in Guben widmet sich der Umsetzung von immer außergewöhnlicheren Aufträgen: Ein 200 kg schweres Blauwal-Herz wird für das Royal Ontario Museum plastiniert.

Von Sensation zum Standard

Die Plastination ist ein international anerkanntes wissenschaftliches Verfahren. Es gibt inzwischen mehr als 400 Plastinationslabors in 40 Ländern, die Plastinationspräparate für den studentischen Unterricht sowie für wissenschaftliche Anwendungen anfertigen.

2017

Die KÖRPERWELTEN Ausstellung feiert 20-jähriges Jubiläum.

2013

Gunther von Hagens wird von der ASTC (International Association of Science and Technology Centers) wird für sein Lebenswerk ausgezeichnet und seinen herausragenden Beitrag zur Vermittlung von Wissenschaft an ein Laienpublikum.

2010

Mit dem ersten Großtierplastinat „Samba“ stößt die Plastination in neue Dimensionen vor. Die Fertigstellung des weltweit ersten plastinierten Elefanten bildet den Ausgangspunkt für die Ausstellung KÖRPERWELTEN der Tiere.

2008

Es gelingt, plastinierte Körperscheiben nach Wunsch zu färben. Die Färbungen erlauben eine Unterscheidung der verschiedenen Gewebe, wie z.B. von straffem Bindegewebe und Muskulatur oder von Haut.

2004

Es wird erstmals eine KÖRPERWELTEN Ausstellung im California Science Center in Los Angeles gezeigt. Mit weiteren Ausstellungen in renommierten Science Centern begeistern KÖRPERWELTEN die Besucher in ganz Nordamerika.

2000

Neueste Kunststoffentwicklungen erlauben die Herstellung von mechanisch widerstandsfähigen Korrosionspräparaten. Bei der Herstellung von Gefäßgestaltpräparaten wird das umgebende Weichgewebe üblicherweise mit Laugen oder Säuren „wegkorrodiert“.

1997/98

Die Ausstellung wird erstmals unter dem Namen KÖRPERWELTEN in Deutschland gezeigt. Anders als in Japan wird die Ausstellung in Deutschland von heftigen öffentlichen Kontroversen begleitet.

1995

Die erste öffentliche Ausstellung von Plastinaten findet im National Science Museum in Tokyo mit mehr als 450.000 Besuchern in vier Monaten statt.

1993

Mit der stetigen Weiterentwicklung nimmt die Plastination Dimensionen an, mit denen sie unter den universitären Dächern an ihre Grenzen stößt. Gunther von Hagens gründet das Institut für Plastination in Heidelberg.

1980er

Gunther von Hagens etabliert ein eigenes Körperspende-Programm. Heute sind mehr als 17.000 Körperspender weltweit registriert (Stand August 2017).

1982

Die erste „Plastinationskonferenz“ findet in Texas statt und in diesem Zusammenhang wird die „International Society für Plastination“ (ISP) gegründet. Fortan finden alle zwei Jahre internationale Plastinationskongresse statt.

1978

Auf Fachkongressen wird man auf seine Technologie aufmerksam. Um auch anderen Universitäten die Spezialkunststoffe zur Verfügung zu stellen, gründet Dr. Gunther von Hagens die Firma Biodur, die heute weltweit Kunststoffe und andere Hilfsmittel für die Plastination vertreibt.

1978

Dr. Gunther von Hagens verbringt die nächsten 20 Jahre als Dozent und Wissenschaftler am Anatomischen Institut in Heidelberg. Die Technik der Plastination entwickelt er in der Zeit ständig weiter. Es folgen weitere Einzelerfindungen, wie die Scheibenplastination und zahlreiche Patentanmeldungen.

1977

Ein Forschungsprojekt an menschlichen Nieren liefert Dr. Gunther von Hagens die zündende Idee zur Plastination. Das erste vorzeigbare Plastinat einer Niere hält er am 10. Januar 1977 in den Händen. Damit ist die Plastination erfunden. Gunther von Hagens begreift diese Erfindung als Lebenschance, die er nicht mehr loslassen will.

1970er

Als Assistent am Anatomischen Institut der Universität Heidelberg sieht Dr. Gunther von Hagens zum ersten Mal in Kunststoffblöcke eingearbeitete Präparate und fragt sich, warum der Kunststoff wohl um das Präparat herum gegossen ist, anstatt das Präparat von innen heraus zu stabilisieren.